Japan – was gibt es zu sehen und zu beachten?

Japan ist ein faszinierendes Land voller Gegensätze – es schlägt eine weite Brücke von jahrhundertealten Traditionen und religiösen Kultstätten hin zu einer modernen Wirtschaftsmacht mit pulsierenden Metropolen. Die Japaner sind weltoffen; vor allem in den großen Städten ist Englisch verbreitet, sodass sich das Land dem Besucher leichter erschließt als andere asiatische Gebiete.

Öffentliche Verkehrsmittel

Beste Möglichkeit, sich bei einem Urlaub in Japan zu bewegen, ist der Japan Rail Travel Pass, der zur Benutzung etlicher Züge, Fähren und Busse berechtigt. Beim Einsteigen in die Züge wird nicht gedrängelt, alle stehen höflich an. Zu manchen Zeiten verkehren sogar Waggons, die nur Frauen vorbehalten sind, dies ist auch auf Englisch gekennzeichnet.

Herausragende Sehenswürdigkeiten

Eine Rundreise durch Japan verbindet die größten Sehenswürdigkeiten miteinander: Startpunkt kann zum Beispiel Tokio mit seinen 13 Millionen Einwohnern sein, das mit Touristen-Highlights wie dem Tokyo Tower, dem Yoyogi Park, dem Kaminarimon-Tor und der Shibuya-Kreuzung, einer der belebtesten Kreuzungen der Welt, aufwartet. Nur einen Tagesausflug von Tokio entfernt liegt das wunderschöne Matsumoto-Schloss.
Natürlich sollte auch der Fuji, das bekannteste Symbol Japans, auf der Rundreise besucht werden. – Ebenso wie Kyoto. Sie war mehr als tausend Jahre japanische Hauptstadt und ist heute eine moderne Metropole mit vielen historischen Stätten. Südlich von Kyoto liegt Nara, wo zwischen Tempeln und Schreinen Rehe grasen.

Weitere Must-Sees wären:

  • Hiroshima, das ein wahrhaft beeindruckendes Mahnmal ist.
  • Berühmt ist auch der Jigokudani-Park in Yamanouchi, wo Japanmakaken in heißen Quellen baden.
  • Westlich von Okinawa liegt das ausladene Strandgebiet Ishigaki.
  • Takayama ist dank seiner gut erhaltenen Häuser aus der Edo-Periode fast ein Freilichtmuseum.
  • Die Kirschblüte von Ende März bis etwa Anfang Mai ist spektakulär.
Kirsche Blüte

Die japanische Kirschblüte ist weltweit bekannt. (Bild: Von LoggaWigglerPixabay, CC0, Link)

Gebräuche

Auch wenn Japan ein modernes Land ist, gibt es doch einige Unterschiede in Etikette und Umgangsformen. Um nicht als „Gaijin“ (unhöflicher Ausländer) aufzufallen, sollte man diese Stolperfallen kennen.

Japaner verbeugen sich zur Begrüßung. Von westlichen Touristen wird dies jedoch nicht erwartet, ein Handschlag oder Kopfnicken sind vollkommen akzeptabel.

Im Inneren des Hauses werden keine Schuhe getragen. Meist stehen Slipper bereit, oft auch separate Slipper nur für die Waschräume.

ACHTUNG: Anderen Personen die Schuhsohlen zuzuwenden, gilt als Beleidigung!

Zu Beginn einer Mahlzeit wird ein heißes Handtuch zur Handreinigung gereicht (keinesfalls für das Gesicht verwenden!). Der Teller sollte geleert werden. Es ist normal, Suppe laut zu schlürfen als Zeichen des Genusses. Verpönt hingegen ist das Nase putzen bei Tisch.

Die Essstäbchen sollten nie gegeneinander gerieben werden, da damit suggeriert wird, Restaurant und Stäbchen seien von minderer Qualität.
Ein ebenso großer Fauxpas ist es, die Stäbchen in den Reis zu stecken, da dies zu den Beerdigungsritualen gehört.

In einer Gruppe wird erst dann getrunken und mit „Kampai!“ angestoßen, wenn alle ein Glas vor sich haben.

Auf der Straße wird weder gegessen noch getrunken. Öffentliches Küssen oder Händchenhalten werden ebenso ungern gesehen wie Fluchen.

Viele Toiletten haben einen Knopf, der das Spülgeräusch imitiert, um Geräusche zu überdecken. Toilettenpapier und Handtuch sind nicht immer vorhanden.

Japaner sind höflich, leise und freundlich – wer sich dieser Grundhaltung anpasst, wird einen herrlichen Aufenthalt erleben.

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