Verrückte Modetrends aus Japan

Die Mode in Asien und Europa unterscheidet sich teilweise recht stark, obwohl sich die Szenen natürlich im globalen Zusammenspiel bedingen und auch vermischen, so arbeiten auch namhafte westliche Designer gern fernöstliche Elemente in ihre Kollektionen ein – abhängig von Saison und Trends. Ganz anders sieht das bei Japanfans aus, die sich bestimmter Stile bewusst annehmen.

Der Lolita-Look

Lolita Expo Japan 2014

Ein klassisches Lolita-Outfit (Bild: ActualLitté/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Was man früher nur von Cosplayern kannte, wird heute bereits straßentauglich. In Japan wundern sich Fußgänger kaum über skurrile Outfits und feiern diese eher als Ausdruck eines individuellen Lebensstils. Hierzulande ist vor allem der Lolita-Stil recht bekannt, zu dem vornehmlich folgende Attribute gehören: Kurze Kleider in Rosa, Lila oder Schwarz, dazu passende Lackschuhe, ebenfalls gern in Rosa, Rot oder Schwarz, ein puppenhaft geschminktes Gesicht und Accessoires.

Zu den Accessoires zählen beispielsweise filigrane Sonnenschirme, zahlreiche Schleifchen am Kleid oder in den Haaren und viele verschiedene, eher kitschige Dekoelemente. Natürlich wirkt das Outfit aufreizend, aber auch unschuldig. Die Gesten und Verhaltensweisen der Trägerinnen täuschen Schüchternheit und Naivität vor.

Der Gyaru Style

Obwohl die Trends, und damit auch die Produkte immer beliebter werden, sind nicht alle Outfits und Accessoires in Deutschland erhältlich, was es nötig macht, aus den USA, Großbritannien oder sogar direkt aus Japan zu bestellen. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte man sich über die unterschiedlichen Kleidergrößen informieren. Dank der Infografik von www.vouchercloud.de sind einfache Vergleiche möglich und das gewünschte Kleidungsstück hat auch die passende Größe.

Weniger aufwendig als der Lolita-Stil ist der sogenannte Gyaru-Stil. Dieser Stil ist allerdings großen Veränderungen unterworfen und weist somit viele Ausprägungen auf. In Japan existiert er seit Jahrzehnten und wurde lange Zeit von der auch in Deutschland sehr bekannten Popikone Ayumi Hamasaki vertreten.

Wichtig bei diesem Look sind vor allem sehr stark geschminkte Gesichter, teilweise mit weißer Basis, aber auch komplett bunt. Augen und Augenbrauen werden besonders betont und groß geschminkt, eher im westlichen Stil neuerdings. Die Pupillen werden durch farbige und somit sehr auffällige Kontaktlinsen betont. Die Haare sind frech und voluminös gestylt und werden meist offen getragen. Von der engen Jeans, über knappe Hotpants bis hin zu T-Shirts und schmalen Pullovern ist alles erlaubt. Hauptsache fröhlich und lebendig.

Harajuku Mädchen

Zwei Japanerinnen in einer Form des Gyaru Style (Bild: Flickr-bot/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Shironuri – für die ganz Extremen

Dieser Stil ist nicht straßentauglich – zumindest nicht in Europa – und eher für die ganz harten Fans der japanischen Kultur geeignet. Die Basis des Outfits bildet ein weiß geschminktes Gesicht, wie man es aus Barock-Darstellungen kennt. Die Outfits sind sehr extravagant und weisen deutliche Fantasy-Elemente auf. Das bedeutet, dass der Träger oder die Trägerin nicht zwingend menschlich aussehen muss.

Feen- und elfenhaftes Aussehen ist ebenso möglich, wie die Darstellung von Tiergestalten durch detailreiche Kleider, besser gesagt Gewänder oder Hosen-(Anzüge) etc. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Mut und ein wenig Extrovertiertheit sind aber in jedem Fall angebracht, die deutsche Gesellschaft darf sich auf die Zukunft freuen, denn die Anhängerschaft dieser und noch vieler anderer japanischen Kleidungsstile wächst stetig.

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